PROJEKTELesung "Mein Nachrichtendienst"

Hedwig Pringsheim
„Mein Nachrichtendienst“
Briefe an Katia Mann 1933 - 1941

Montag 15. April 2013, 20:00 Uhr
Buchpräsentation und Lesung
im der Bibliothek des Literaturhauses München.

Es lesen, sprechen und erläutern der Herausgeber und Autor Dirk Heißerer und die Schauspielerin Katja Rupé.

Karten: Literaturhaus München, Reservierungstelefon 089 / 29193427.

www.literaturhaus-muenchen.de

Thomas Manns Schwiegermutter liefert ein einzigartiges Zeugnis über die Zerstörung des jüdischen Großbürgertums im nationalsozialistischen München.

Die einstmals gesellschaftlich, kulturell und auch materiell herausragende Münchener Familie Pringsheim war 1933 den nationalsozialistischen Repressionen ausgeliefert. In den 375 Briefen an ihre Tochter Katia, die bereits 1933 mit Thomas Mann Deutschland verlassen hatte, trotzte Hedwig Pringsheim dem sie umgebenden und sie selbst betreffenden Unrecht mit Verschlüsselungen sowie zahlreichen literarischen, musikalischen und historischen Anspielungen. Bei aller witzigen Offenheit sind ihre Briefe daher buchstäblich versiegelt. Der in seiner Art beispiellose mütterliche »Nachrichtendienst« (15.10.1934) der Hedwig Pringsheim erlaubt einzigartige Einblicke in das Münchener Leben während der ersten Jahre der NS-Diktatur.
Der Verlust der Gegenbriefe Katia Manns lässt sich durch die Tagebücher Thomas Manns inhaltlich weitgehend kompensieren. Bei der Dechiffrierung und ausführlichen Kommentierung dieses einzigartigen document humain halfen Informationen aus den Tagebüchern Hedwig Pringsheims ebenso wie neu aufgefundene Briefe von und an Thomas, Katia und Erika Mann sowie Klaus und Peter Pringsheim.

Der Herausgeber: Dirk Heißerer, ist Literaturwissenschaftler und Sachbuchautor und lebt in München. Der Vorsitzende des Thomas-Mann-Forums München e.V. wurde 2009 mit der Thomas-Mann-Medaillie ausgezeichnet.

Die Schauspielerin Katja Rupé ist aus Kino und TV-Produktionen ebenso bekannt wie von ihren Bühnenauftritten in Frankreich und Deutschland.

Pressestimmen: Die Welt, 05.04.2013 (PDF)