PROJEKTEKonzert "Zemlinsky Beziehungen"

20. April 2015, 20 Uhr
Allerheiligen Hofkirche, Residenz München

Arnold Schönberg
6 kleine Klavierstücke (bearbeitet für Kammerorchester)

Gustav Mahler
Rückert-Lieder

Alexander Zemlinsky
Kammersymphonie

Benjamin Appl, Bariton
Daniel Grossmann, Dirigent
Orchester Jakobsplatz München

Zemlinsky Beziehungen

Alexander Zemlinsky und Arnold Schönberg waren nicht nur familiär verbunden – Schönberg war mit Zemlinskys Schwester Mathilde verheiratet –, auch in ihrer Musik lässt sich einige Verwandtschaft aufspüren. Dennoch wurde Zemlinskys Einfluss auf die Musik der zweiten Wiener Schule um Arnold Schönberg bisher wenig thematisiert und das, obwohl es sich um zwei der wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts handelt.

In dem Konzert stellen wir die Musik Zemlinskys in den Mittelpunkt und begeben uns auf eine Spurensuche nach seinen Beziehungen in Wien. Dabei spielt auch die Zugehörigkeit zur jüdisch-sephardischen Gemeinde Wiens, dessen Sekretär sein Vater war, eine wichtige Rolle: Zemlinskys Vater war erst mit der Heirat zum Judentum konvertiert – keine Selbstverständlichkeit, vor allem da seine Ehefrau aus einer jüdisch-muslimischen Familie stammte. Viel Stoff für Irrungen, Wirrungen mit spätromantischer Musik...

Die BSCW-Stiftung ermöglicht das Konzert mit einem finanziellen Zuschuss.

Karten:
http://www.orchester-jakobsplatz.org/Karten/page5.html

Das Orchester Jakobsplatz München, OJM wurde 2005 durch den Dirigenten Daniel Grossmann gegründet. Die Musiker stammen aus über zwanzig Ländern, sind jüdisch und nicht-jüdisch und leben überwiegend in Deutschland.

Kern der künstlerischen Arbeit des OJM ist es, Erlebnisse zu schaffen, die den gewohnten Rahmen eines Konzertes aufbrechen und erweitern, immer die deutsch-jüdische Kultur und die Gegenwart im Blick. Der Gegenwartsbezug wird auch durch die Vergabe von Kompositionsaufträgen des OJM hergestellt.

Das OJM ist regelmäßig zu Gast im Hubert-Burda-Saal des Jüdischen Zentrums Jakobsplatz München. Es kooperiert mit weltweit bekannten Kulturinstitutionen wie der Villa Stuck, den Münchner Kammerspielen, dem Bayerischen Staatsschauspiel und der Bayerischen Staatsoper, zuletzt bei den Münchner Opernfestspielen 2014 mit der Uraufführung von Erich Zeisls Oper „Hiob“. Das OJM arbeitete mit renommierten Solisten, u.a. mit Ingeborg Danz, Daniel Hope, Sergei Leiferkus, Anne-Sophie Mutter und Christoph Prégardien.

http://www.orchester-jakobsplatz.org/