PROJEKTEKonzert & CD „Arien für Nancy Storace“

© Coviello Classics

Konzert
22. Juni 2016, 20:00 Uhr
Arien für Nancy Storace
Ein musikalisch-literarisches Porträt einer Mozart-Sängerin
Bürgerhaus Pullach
Marie-Sophie Pollak und Katharina Ruckgaber, Sopran
Joachim Tschiedel, musikalische Leitung
Konzert und CD-Produktion

Die BSCW-Stiftung förderte dieses Konzert mit Arien, die Nancy Storace gewidmet wurden und ermöglicht die CD-Produktion.

Video: Trailer zur Aufnahme „Arien für Nancy Storace“: http://www.accademiadimonaco.de/media.html

CD-Produktion, Arien für Nancy Storace
Nancy Storace (1765-1817) wurde im Londoner Viertel Maryleborne geboren. Nach Unterricht bei Sacchini und Rauzzini feierte sie bereits mit 11 Jahren ihr Operndebüt am King´s Theatre. Im Anschluss an eine Ausbildungsreise nach Italien kam sie 1783 als Hofsängerin nach Wien, wo sie schnell zu einer der beliebtesten Sopranistinnen avancierte. Ihr Bruder, Stephen Storace, wechselte durch ihre Protektion ebenfalls nach Wien, und erhielt einen Kompositionsauftrag für die kaiserliche Hofoper. Mozart, der sehr beeindruckt von der Stimme der Sängerin war, schrieb die Partie der Susanna im Figaro direkt auf ihre Künstlerpersönlichkeit und vokalen Fähigkeiten zu. Andere namhafte Komponisten der Zeit, wie Salieri, Sarti, Paisiello, oder Y Soler verfertigten auch Stücke für die gefeierte Wiener `Prima buffa´. 1787 kehrte sie nach England zurück, sang wieder an Londoner Bühnen, Händelpartien in Westminster Abbey, und heiratete den Sänger John Braham, mit dem sie auch einen Sohn bekam. 1808 zog sie sich vom aktiven Sängerleben zurück. In ihren letzten Lebensjahren war sie auf ihrem Gut Herne Hill Mittelpunkt intellektuell-künstlerischer Zirkel.

Das Orchester Accademia di Monaco
gründete sich im Oktober 2014 und spielt auf historischen Instrumenten. Unter der Leitung von Konzertmeisterin Mary Utiger, Professorin für Barockgeige an der Hochschule für Musik und Theater München und Joachim Tschiedel, musikalischer Leiter des Masterstudiengang Musiktheater an der Bayerischen Theaterakademie, spielen Studierende und Absolventen des Studios für historische Aufführungspraxis der Hochschule sowie Profi-Gäste im Sinne einer „musikalischen Patenschaft“. Das Orchester ist in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland. Mit der Konzeption von innovativen Programmen wird versucht, die Musik des Barock und der Klassik in neuen Zusammenhängen zu sehen.
Website accademia di monaco

Katharina Ruckgaber, Sopran:
Die in München geborenen Sopranistin ist seit 2014 Mitglied im Opernstudio der Oper Frankfurt.
Dort war sie u.a. auch als Susanna in Le Nozze di Figaro zu hören.Neben zahlreichen Engagements als Opernsängerin arbeitet sie auch als passionierte Liedsängerin, die bereits im Konzerthaus Wien, begleitet von Graham Johnson, sowie in der Londoner Wigmore Hall auftrat.
Die junge Sängerin studierte an der Hochschule für Musik und Theater München bei Andreas Schmidt, sowie Liedgesang bei Helmut Deutsch.
Website Katharina Ruckgaber

Marie-Sophie Pollak, Sopran:
In Bietigheim-Bissingen geboren, studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater München bei Prof. Gabriele Fuchs. Schon in dieser Zeit bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik auftretend, schlossen sich nach der Ausbildung Konzert-und Opernengagements bei namhaften europäischen Festivals an. Auch die Namen der Dirigenten, die mit ihr zusammen arbeiteten, lässt aufhorchen: Nagano, Spinosi, Haselböck u. a.. Zahlreiche Wettbewerbssiege fügen sich in ihre bisherige Laufbahn ein.
Website Marie-Sophie Pollak

Arien für Nancy Storace

Antonio Salieri (1750-1825): Rezitativ und Rondò der Gräfin „Or ei con Ernestina – Ah sia già“
aus der Oper La scuola de’ gelosi (Wien 4/1783)

Giuseppe Sarti (1729-1802): Rezitativ und Arie der Dorina „Ahimè - Non potro“
aus der Oper Fra i due litiganti (Wien 5/1783)

Giovanni Paisiello (1740-1816): Arie der Lisetta „Infedel!“
aus der Oper Il re Teodoro in Venezia (Wien 8/1784)

Antonio Salieri (1750-1825): Arie der Ofelia „D’un dolce amor“
aus der Oper La grotta di Trofonio (Wien 10/1785)

Vicente Martín y Soler (1754-1806): Arie der Angelica „Son ancora tenerella“
aus der Oper Il burbero di buon cuore (Wien 1/1786)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Rezitativ und Arie der Susanna „Giunse alfin – Deh vieni“
aus der Oper Le nozze di Figaro (Wien 5/1786)

Vicente Martín y Soler (1754-1806): Cavatina der Lilla „Dolce mi parve un di“
aus der Oper Una cosa rara (Wien 11/1786)

Stephen Storace (1762-1796): Rezitativ und Rondò der Sofronia „Che delirio – Ah come“
aus der Oper Gliequivoci (Wien 12/1786)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Konzertarie mit obligatem Hammerflügel KV 505
„Ch’io mi scordi di te?“ (Wien 2/1787)

Antonio Salieri (1750-1825): Arie der Ofelia „Larala“
aus der Oper La grotta di Trofonio (Version als Duett)

Hörproben

Stephen Storace, Che delirio – Ah come aus Gli equivoci (K. Ruckgaber)

Vicente Martin Y Soler, Dolce mi parve un di aus Una cosa rara (M.-S. Pollak)

Antonio Salieri, Larala aus La grotta di Trofonio (K. Ruckgaber & M.-S. Pollak)