PROJEKTESusan Sontag Tagebücher, 1. Band

Das intime Selbstporträt einer jungen Intellektuellen und gleichzeitig ein philosophisches Zeitdokument ersten Ranges.

Mit fünfzehn vertieft sie sich in Rilke und Gide, mit siebzehn heiratet sie ihren Professor und bekommt von ihm ein Kind, mit zwanzig ist sie bereits eine luzide Denkerin. Schon als Heranwachsende war Susan Sontag eine ungewöhliche Frau, deren Lebenshunger und unstillbare Wissbegierde sie aus der Enge der südkalifornischen Provinz erst nach Chicago, später nach Paris und New York brachten. Ihre frühen Tagebuchnotizen zeugen von ihrer Leidenschaft für die Kunst und einem schonungslosen Erkenntniswillen. Sie bieten gleichzeitig unvermutete Einblicke in die zerbrechliche, widersprüchliche Persönlichkeit dieser großartigen »Frau des Geistes«, in der Eros und Denken sich so eindringlich verbanden. Das Alltägliche und das Private - die Ehekrise, die Liebschaften und die frühe Erfahrung der Homosexualität - sind hier der Anlass für weitreichende, tiefsinnige Betrachtungen. Zusammen mit den brillanten Aphorismen, den Berichten über Kino- und Theaterbesuche und den Begegnungen mit Größen wie Thomas Mann und Simone de Beauvoir sind sie das Zeugnis eines einzigartigen intellektuellen Werdegangs.

Die bemerkenswerte Persönlichkeit Susan Sontags und Ihr außergewöhnliches Leben ist in Ihren Tagenbüchern dokumentiert.

Die BSCW-Stiftung freut sich, die Übersetzung des ersten Bandes der Tagebücher "Reborn" in deutsche Sprache ermöglicht zu haben.
"Reborn" bzw. im deutschen "Wiedergeboren. Tagebücher 1947-1963" erschien im Februar 2010 beim Hanser Verlag.