PROJEKTEKirchners Kosmos: Der Tanz

Kirchners Kosmos: Der Tanz

Katalog zur Ausstellung

«Kirchners Kosmos: Der Tanz»

Der Tanz als Inbegriff von Bewegung ist zentraler Bestandteil sowohl in Kirchners Oeuvre als auch in seiner Biographie. In der Ausstellung «Kirchners Kosmos: Der Tanz» wurden erstmals seine stilistischen, inhaltlichen und ideellen Wandlungen zu diesem Thema in ihrer Fülle umfassend und im Kontext der Kunst- und Zeitgeschichte dargestellt. Mehr als 60 Werke, darunter Zeichnungen, Aquarelle und Druckgraphiken, vereinte die Ausstellungen rund um das Thema der Bewegung im Tanz.
Die Ausstellung lotete in ihrer Fülle zudem den ausgreifenden und in verschiedene künstlerische Gattungen hineinreichenden Bereich des Tanzes mit seinen Wandlungen in Leben und Werk Kirchners und darüber hinaus in der Zeit des Expressionismus und dessen Crossover der Künste aus. Dies geschah nicht nur in Form der Ausstellung mit essentiellen Originalen, ebenso mit einer begleitenden Publikation im Hirmer-Verlag, einem expressionistischen Tanztheaterabend sowie Vorträgen und kunstpädagogischen Workshops für Kinder und Jugendliche.
Die BSCW-Stiftung förderte die Ausstellung «Kirchners Kosmos: Der Tanz» und den Katalog zur Ausstellung.

Weitere Informationen: Flyer: "Kirchners Kosmos: Der Tanz"

Russisches Tänzerpaar, 1909. Farblithographie. © Städel Museum-U. Edelmann/ARTOTHEK

Das KirchnerHAUS in Aschaffenburg

Ernst Ludwig Kirchner wurde in diesem Haus am Bayerisch-Preußischen Grenzbahnhof in Aschaffenburg geboren. Das Leben am Bahnhof und die vorbeifahrenden Züge faszinierten ihn. 2013 richtete der Verein KirchnerHAUS Aschaffenburg in der früheren Wohnung der Familie einen Dokumentationsraum zu seiner Kindheit ein. Anfang 2014 wurden weitere Räume im Erdgeschoss für Ausstellungen, Vorträge und Veranstaltungen angemietet. Nach sorgsam kuratierten und erfolgreichen Ausstellungen in den vergangenen Jahren darf sich das KirchnerHAUS seit 2017 nun auch KirchnerHAUS Museum nennen.

Öffnungszeiten:
Di. 16:00–19:00 Uhr,  Mi.–Sa. 14:00–17:00 Uhr,  So. 11:00–17:00 Uhr
(Mo. geschlossen)

Parade von drei Tänzerinnen, 1910. Holzschnitt. © Privatsammlung Deutschland

Ernst Ludwig Kirchner wurde am 6. Mai 1880 in Aschaffenburg geboren. Ab 1901 studierte er in Dresden Architektur. Am 7. Juni 1905 schloss er sich mit Erich Heckel, Fritz Bleyl und Karl Schmidt-Rottluff zur Dresdner Künstlergemeinschaft Brücke zusammen. In dieser Zeit entwickelte er sich von einem impressionistisch beeinflussten Maler zum Expressionisten. Zu seinen bevorzugten Themen gehörten neben Akten und Porträts auch Landschaften, Stadtansichten und die Welt des Varietés. Er lebte bis 1911 in Dresden und zog dann nach Berlin. 1918 ließ er sich in der Schweiz nieder. Die neue Farbigkeit der Bergwelt inspirierte ihn zu einem regelrechten Schaffensrausch. Als die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht übernahmen, fielen Kirchners Werke unter die Kategorie „entartete Kunst“. 1938 nahm sich der Künstler in der Schweiz das Leben.